von Anna-Katharina Diehl (Vorstandsvorsitzende, Freunde der NEST e.V.)
Das Jahr 2025 hatte es in sich, was die Geschehnisse im Nahen Osten angeht. Die christlichen Gemeinden hatten es nicht einfach und stehen durch die Konflikte vor Ort mehr denn je unter Druck. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir mit ihnen in Kontakt bleiben, ihre Geschichten hören und zu Wort kommen lassen. Dieser Aufgabe sehen wir uns als Verein „Freunde der NEST e.V.“ verpflichtet, sodass wir in diesem Newsletter zwei ausführlichen Beiträgen Platz eingeräumt haben, welche die Situation in der Westbank und in Syrien beleuchten. Leider ist es uns nicht gelungen, auch einen ausführlichen Bericht zur Situation im Libanon zu erhalten, wo sich die Situation trotz eines offiziellen „Waffenstillstandes“ gerade im Südlibanon an der Grenze zu Israel durch israelische Bombenangriffe weiter zuspitzt. Eine Waffenruhe gibt es nur auf dem Papier, denn Bomben fallen weiter und Menschen sterben weiter. Im Libanon und in Gaza setzt Israels Armee ihre Angriffe fort, während der Rest der Welt zur Tagesordnung übergeht. Genau darin liegt eine große Gefahr! Wir versuchen, euch zeitnah auf unserer Website auch einen aktuellen Bericht zur Situation im Libanon zur Verfügung zu stellen.
Wir sind in diesen schwierigen Zeiten dankbar, für unser Netzwerk, dass sich über viele Jahre hinweg aufgebaut hat und hoffen, mit unserer Arbeit auf die Schicksale der Christen im Nahen Osten aufmerksam machen zu können. Vielleicht könnt ihr unseren Newsletter auch an interessierte Personen weitergeben und so dafür sorgen, dass mehr Bewusstsein für die christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten entsteht, da diese leider auch in unseren Kirchen nicht institutionell vertreten und repräsentiert sind, was leider u.a. im letzten Jahr zu großen Missverständnissen rund um eine Aussage des palästinensischen Bischofs Ibrahim Azar geführt hat. Diese Tatsache macht unsere ehrenamtliche Arbeit in diesen Tagen besonders wichtig!
Außerdem freuen wir uns, euch mitteilen zu können, dass das SiMO-Programm trotz aller Widrigkeiten wieder aufgenommen werden wird (s. den letzten Beitrag). Ein Hoffnungsschimmer in schwierigen Zeiten!
Es grüßt euch im Namen des gesamten Vorstandes Anna-Katharina Diehl

